Ratgeber — Website erstellen lassen: Ablauf & Dauer

Website erstellen lassen: Ablauf, Dauer und was du liefern musst

Du willst eine Website erstellen lassen, weißt aber nicht, was auf dich zukommt? Hier bekommst du den kompletten Ablauf in sieben Phasen — mit realistischen Zeitangaben, einer ehrlichen Liste dessen, was du selbst beisteuern musst, und den Warnsignalen, an denen du unseriöse Anbieter erkennst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine professionelle Website erstellen zu lassen dauert in Deutschland typischerweise 4 bis 8 Wochen — ein One-Pager 2 bis 4 Wochen, eine Business-Website 6 bis 12 Wochen, ein Online-Shop 8 bis 16 Wochen.
  • Der Ablauf besteht bei seriösen Anbietern aus sieben Phasen: Erstgespräch, Konzept & Angebot, Design, Umsetzung, Feedback, Launch und laufende Pflege.
  • Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Texte und Bilder vom Kunden — nicht die Technik. Ohne Inhalte kann das Design nicht fertig werden.
  • Seriöse Anbieter erkennst du an drei Dingen: schriftlicher Festpreis vor Projektstart, Domain und alle Zugänge laufen auf deinen Namen, Impressum und Datenschutzerklärung sind im Projekt enthalten.
  • Impressum (§ 5 DDG) und Datenschutzerklärung (Art. 13 DSGVO) sind für geschäftliche Websites in Deutschland Pflicht — ein fehlendes Impressum kann mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden.

Wie läuft es ab, wenn du eine Website erstellen lässt?

Der Ablauf ist bei fast allen seriösen Anbietern gleich und besteht aus sieben Phasen: Erstgespräch, Konzept und Angebot, Design, Umsetzung, Feedback, Launch und laufende Pflege. Am Anfang steht immer ein kostenloses Erstgespräch — meistens 30 bis 60 Minuten per Telefon oder Video. Da geht es nicht um Technik, sondern um dein Geschäft: Was machst du, wer sind deine Kunden, was soll die Website erreichen? Ein guter Anbieter fragt hier mehr, als er redet.

Danach bekommst du ein schriftliches Angebot mit Konzept: Welche Seiten die Website bekommt, was sie kostet und wann sie fertig ist. Das sollte innerhalb von drei bis sieben Tagen bei dir sein — und zwar als Festpreis, nicht als vage Stundenschätzung. Erst wenn du das Angebot annimmst, startet die eigentliche Arbeit. Parallel dazu beginnt die Phase, die am häufigsten unterschätzt wird: das Sammeln deiner Inhalte (dazu unten mehr).

Dann folgt das Design: Du bekommst einen ersten Entwurf, meist der Startseite, und gibst Feedback. Ein bis zwei Korrekturrunden sind normal und sollten im Preis enthalten sein. Steht das Design, wird die komplette Website umgesetzt und mit deinen Inhalten befüllt. Vor dem Launch prüfst du alles einmal in Ruhe, gibst schriftlich frei — und die Seite geht live. Danach beginnt die Pflege: Updates, Sicherheit, kleine Änderungen. Das läuft entweder über einen Pflegevertrag oder du kümmerst dich selbst darum.

Website erstellen lassen: Phasen, Dauer und dein Beitrag im Überblick
PhaseRealistische DauerWas du beiträgst
1. Erstgespräch30–60 Minuten, 1 TerminZiele, Budget, Beispiele von Websites, die dir gefallen
2. Konzept & Angebot3–7 TageAngebot prüfen, Rückfragen stellen, Entscheidung treffen
3. Inhalte sammeln1–2 Wochen (läuft parallel)Texte, Bilder, Logo, Zugänge zu Domain und ggf. altem Hosting
4. Design1–2 WochenFeedback in 1–2 gesammelten Korrekturrunden
5. Umsetzung1–3 WochenZwischenstand anschauen, offene Fragen beantworten
6. Feedback & Launch3–7 TageAlles final prüfen, schriftliche Freigabe geben
7. Pflege (laufend)dauerhaftÄnderungswünsche melden — oder Pflegevertrag abschließen

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Eine professionelle Website für ein kleines Unternehmen dauert in Deutschland typischerweise 4 bis 8 Wochen vom Erstgespräch bis zum Launch. Bei komplexeren Projekten können es auch 10 bis 12 Wochen werden — diese Spanne nennt etwa die Webdesign-Agentur David Keiser als Regelfall. Aufgeschlüsselt nach Website-Typ: Ein One-Pager oder eine einfache Firmen-Homepage ist in 2 bis 4 Wochen machbar, eine individuelle Unternehmenswebsite braucht 6 bis 12 Wochen, ein Online-Shop 8 bis 16 Wochen.

Jetzt der ehrliche Teil: Die reine Arbeitszeit des Anbieters ist deutlich kürzer als die Projektdauer. Der Rest ist Wartezeit — auf deine Texte, deine Bilder, dein Feedback. Wenn du alle Inhalte am ersten Tag lieferst und Feedback innerhalb von zwei, drei Tagen gibst, kann ein One-Pager auch in zwei Wochen live sein. Wenn die Texte 'nächste Woche' kommen und dann sechs Wochen brauchen, dauert das Projekt eben sechs Wochen länger. Kein seriöser Anbieter kann dir einen Termin garantieren, wenn dein Anteil offen ist — er kann nur seinen eigenen Teil zusagen.

Misstrauisch solltest du bei beiden Extremen sein: Wer dir eine komplette Business-Website 'in 3 Tagen' verspricht, arbeitet mit Massenvorlagen und wird sich weder mit deinem Geschäft noch mit Rechtstexten beschäftigen. Wer für einen One-Pager sechs Monate braucht, hat ein Organisationsproblem, das du am Ende bezahlst.

Was musst du für deine Website liefern?

Vier Dinge musst du als Kunde beisteuern: Texte, Bilder, dein Logo und Zugänge. Bei den Texten geht es um die Inhalte zu deinem Angebot — was du machst, für wen, zu welchen Konditionen. Niemand kennt dein Geschäft so gut wie du. Bei den Bildern brauchst du Fotos von dir, deinem Team, deinen Räumen oder deiner Arbeit; echte Fotos wirken immer besser als Stockbilder. Das Logo lieferst du idealerweise als Vektordatei (frag deinen Grafiker nach 'SVG oder EPS' — mehr musst du dazu nicht wissen). Und bei den Zugängen geht es um deine Domain: Wenn du schon eine hast, braucht der Anbieter den Zugang zu deinem Domain-Anbieter, um die neue Website live zu schalten.

Was passiert, wenn du nicht lieferst? Das Projekt liegt auf Eis — und zwar wirklich. Ohne Texte kann kein Designer sinnvoll gestalten, denn das Design richtet sich nach dem Inhalt, nicht umgekehrt. Fehlendes Text-Feedback gilt unter Profis als klassischer Projekt-Blocker: 'Feedback zum Text bleibt aus, der/die Designer/in kann aber ohne Text nicht starten', beschreibt es die Texterin Dr. Doris Doppler. Manche Agenturen berechnen bei langem Stillstand sogar Wiederaufnahme-Pauschalen, weil sie sich neu einarbeiten müssen.

Die gute Nachricht: Für alles gibt es Lösungen, wenn du sie früh ansprichst. Texte kann der Anbieter aus einem Interview mit dir erstellen (bei uns ist das Standard — du erzählst, wir schreiben). Für Fotos reicht oft ein zweistündiger Termin mit einem lokalen Fotografen, erfahrungsgemäß ab etwa 200 bis 400 Euro, oder du startest mit sauber ausgewählten Stockbildern und tauschst später. Wichtig ist nur: Kläre das vor Projektstart, nicht in Woche vier.

Woran erkennst du einen seriösen Anbieter?

Drei Kriterien trennen seriöse Anbieter zuverlässig von unseriösen. Erstens: ein schriftlicher Festpreis vor Projektstart. Du musst vor der Beauftragung wissen, was das Projekt kostet, was enthalten ist und was extra kostet. 'Wir rechnen nach Aufwand ab' ist bei einem Standard-Websiteprojekt für ein kleines Unternehmen ein Warnsignal — der Aufwand ist für Profis gut kalkulierbar.

Zweitens: Eigentum. Die Domain muss auf deinen Namen registriert sein, nicht auf den der Agentur. Du bekommst alle Zugänge (Domain, Hosting, Website-Verwaltung) ausgehändigt und kannst jederzeit zu einem anderen Anbieter wechseln. Modelle, bei denen du die Website nur 'mietest' und beim Kündigen mit leeren Händen dastehst, sind das häufigste Ärgernis in dieser Branche. Frag konkret: 'Gehört mir am Ende alles — Domain, Inhalte, Zugänge?' Wer da ausweicht, ist raus.

Drittens: Rechtssicherheit ab Tag eins. Jede geschäftliche Website in Deutschland braucht ein Impressum nach § 5 DDG und eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO. Ein fehlendes Impressum ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann — dazu kommen mögliche Abmahnungen von Mitbewerbern. Ein seriöser Anbieter liefert die Website mit Impressum, Datenschutzerklärung, SSL-Verschlüsselung und (falls nötig) Cookie-Hinweis aus und sagt dir klar, welche Angaben er dafür von dir braucht. Wer eine Website ohne Rechtstexte übergibt, spart am falschen Ende — auf dein Risiko.

Welche Fehler solltest du beim Website erstellen lassen vermeiden?

Fehler eins: zu spät mit den Inhalten anfangen. Starte mit Texten und Bildern, sobald du das Angebot unterschrieben hast — nicht erst, wenn der Designer danach fragt. Das ist der einzelne Hebel mit dem größten Einfluss auf die Projektdauer. Fehler zwei: Feedback tröpfchenweise geben. Fünf E-Mails mit je einer Änderung kosten alle Beteiligten Nerven und dich am Ende Geld. Sammle dein Feedback, hol dir maximal eine zweite Meinung dazu und schick alles gebündelt. Und lass nicht den ganzen Freundeskreis mitentscheiden — zu viele Meinungen machen jedes Design schlechter, nicht besser.

Fehler drei: nur auf den Preis schauen. Der billigste Anbieter ist selten der günstigste, wenn du Rechtstexte, Anpassungen und eine Neuauflage nach zwei Jahren einrechnest. Vergleiche stattdessen, was im Preis enthalten ist: Korrekturrunden, Rechtstexte, Einweisung, Mobiloptimierung. Fehler vier: Zugänge nicht einfordern. Lass dir bei der Übergabe alle Zugangsdaten schriftlich geben und teste, ob sie funktionieren — nicht erst, wenn die Agentur nicht mehr erreichbar ist. Fehler fünf: die Zeit nach dem Launch ignorieren. Eine Website braucht Updates und Sicherheitspflege. Kläre vorher, ob das der Anbieter übernimmt (typisch sind 30 bis 80 Euro im Monat) oder ob du es selbst machst.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Zur Einordnung unsere eigenen Festpreise bei Digitflow: Ein One-Pager kostet ab 990 Euro, eine Business-Website mit mehreren Seiten ab 1.690 Euro, ein Online-Shop ab 2.990 Euro — jeweils inklusive Design, Umsetzung, Mobiloptimierung und Rechtstexten, ohne versteckte Kosten. Die laufende Pflege gibt es ab 39 Euro im Monat, ist aber optional. Ausführliche Marktzahlen und Preisvergleiche für ganz Deutschland findest du in Was kostet eine Website? — und ob du überhaupt einen Profi brauchst oder ein Baukasten reicht, klärt Baukasten oder Webdesigner?.

Der wichtigere Punkt für deine Entscheidung: Ob du 990 oder 5.000 Euro ausgibst — der Ablauf oben bleibt derselbe, und dein eigener Beitrag auch. Eine teure Agentur macht aus fehlenden Texten keine gute Website, und ein günstiger Anbieter mit klarem Prozess liefert oft das bessere Ergebnis als ein großer Name ohne Zeit für dich. Achte auf den Prozess, das Eigentum und den Festpreis — dann kann beim Website erstellen lassen wenig schiefgehen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Typischerweise 4 bis 8 Wochen vom Erstgespräch bis zum Launch. Ein One-Pager ist in 2 bis 4 Wochen machbar, eine individuelle Business-Website braucht 6 bis 12 Wochen, ein Online-Shop 8 bis 16 Wochen. Die größte Stellschraube bist du selbst: Wer Texte, Bilder und Feedback schnell liefert, verkürzt das Projekt um Wochen.

Was muss ich liefern, wenn ich eine Website erstellen lasse?

Vier Dinge: Texte (oder zumindest die Rohinfos zu deinem Angebot), Bilder von dir und deiner Arbeit, dein Logo (idealerweise als Vektordatei) und den Zugang zu deiner Domain, falls du schon eine hast. Dazu die Angaben für Impressum und Datenschutzerklärung.

Was passiert, wenn ich keine Texte oder Bilder habe?

Das Projekt verzögert sich — ohne Inhalte kann das Design nicht fertiggestellt werden. Die Lösung: früh ansprechen. Viele Anbieter erstellen Texte aus einem Interview mit dir, und für Fotos reicht oft ein kurzer Termin mit einem lokalen Fotografen, erfahrungsgemäß ab etwa 200 bis 400 Euro. Wichtig ist, das vor Projektstart zu klären.

Wem gehört die Website nach dem Projekt?

Bei einem seriösen Anbieter: dir. Die Domain ist auf deinen Namen registriert, du bekommst alle Zugänge ausgehändigt und kannst jederzeit den Anbieter wechseln. Vorsicht bei Mietmodellen, bei denen du nach der Kündigung ohne Website dastehst — frag vor der Beauftragung konkret nach Eigentum an Domain, Inhalten und Zugängen.

Wie viele Korrekturrunden sind beim Webdesign normal?

Ein bis zwei gesammelte Feedback-Runden pro Designphase sind üblich und sollten im Festpreis enthalten sein. Gib Feedback gebündelt statt in einzelnen E-Mails — das spart Zeit und verhindert Zusatzkosten. Unbegrenzte Korrekturschleifen bietet niemand seriös zum Festpreis an.

Ist ein Impressum auf meiner Website wirklich Pflicht?

Ja. Jede geschäftsmäßige Website in Deutschland braucht ein Impressum nach § 5 DDG und eine Datenschutzerklärung nach Art. 13 DSGVO. Ein fehlendes Impressum ist eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern bis 50.000 Euro, dazu drohen Abmahnungen. Ein seriöser Anbieter liefert beides mit der Website aus.

Lieber direkt eine ehrliche Einschätzung für dein Projekt? Kostet nichts.

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